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Karate - Kampfkunst - Kampfsport

Ursprung

Die Technik der "leeren Hand" hat eine "wechselvolle" Geschichte. Sie wurzelt in der chinesischen Kampftechnik des Ch'uan-Fa (Kung-Fu), später von den Japanern Kempo genannt. Die wichtigste Etappe war das Entstehen des legendären Shaolin Kung-Fu, das im Kloster Shaolin entstand und dem indischen Mönch Bodhidharma zugeschrieben wird. Anfang des 5. Jahrhunderts zeigte Bodhidharma den Mönchen des Shaolin einen ganz neuen Weg: eine gemischte Lehre der Meditationspraktiken des Ch'an (Zen), hauptsächlich das Zazen (Meditation im Sitzen) und einige gymnastische Bewegungen zur Stärkung der körperlichen und geistigen Kondition der Schüler. Er hinterließ damit eine in eine praktische Übung umgesetzte Philosophie des Weges (Do). Der Weg der "leeren Hand" ist ein innerer Weg, der mit äußeren Erfolgen nichts zu tun hat.

Karate Do

Die okinawanischen Kampfkünste waren ursprünglich weit entfernt vom inneren Sinngehalt des chinesischen Ch'uan-Fa. Durch den engen Kontakt zwischen China und dem Ryukyu-Königreich, zu dem auch die Insel Okinawa gehörte, fand ein reger Austausch statt - es entstand das To-De. Man findet im Ideogramm To (japanisch: Kara) mit der Bedeutung T'ang, was für Okinawaner symbolisch für alles aus China kommende stand. De oder Te bedeutet in chinesischer und okinawanischer Sprache Technik (japanisch: Hand). Tode (japanisch: Kara-Te) ist also die Technik der T'ang, die später die Bezeichnung Okinawa-Te bekam.

Anfang des 20. Jahrhunderts brachte Meister Gichin Funakoshi das Okinawa-Te als erster nach Japan, das zu dieser Zeit von nationalistischer Überheblichkeit erfüllt und ganz besonders gegen die Chinesen eingestellt war. So änderte Meister Funakoshi den Namen seiner Kampfkunst. Das alte chinesische Schriftzeichen, das man als to oder kara liest, ersetzte er durch ein neues, das man ku (Himmel) oder auch (mit der Bedeutung "leer") liest....

Quelle: Roland Habersetzer: Karate für Meister

Shotokan

Funakoshi Gichin selbst gab seinem Stil nie einen Namen, doch seine Schüler nannten ihn "Shotokan". Shoto bedeutet "das Rauschen der Pinien", was Funakoshis Künstlername beim Verfassen von Gedichten und Kalligraphien war. "Kan" bedeutet Haus oder Gebäude. So steht der Begriff "Shotokan Karate" also für den Karatestil, der in Funakoshis, also Shotos, Haus geübt wurde.
Das Symbol dieses Stiles ist der Tiger, was auf eine enge Verwandschaft mit dem Tigerstil des alten Shaolin-Chuan-Fa hinweisen soll. Tatsächlich gibt es immer noch Kata (Übungsformen), die aus dieser Zeit überliefert wurden.

20 Regeln des Shotokan

Die zwanzig Shoto-Niju-Kun sind Verhaltensregeln, die von Funakoshi aufgestellt wurden. Sie vermitteln das Grundprinzip des Karatedo- (Weg der leeren Hand) und sollen der Charaktervervollkommnung dienen.